Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Herzlich willkommen!

 

 Zerschlagung der Patientenberatungsstellen



Anbei  ein Link zu einem sehr informativen Beitrag des WDR, Lokalzeit Dortmund u.a. mit dem Pateintenbauftragten NRW,  Dirk Meyer.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-dortmund/videounabhaengigepatientenberatungsstellewirdgeschlossen100_size-L.html?autostart=true#banner

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der  Kommentar von Elke Hanstein Patientenberatungsstelle Aachen Stand 15.07.2015:

 

Wenn die Politik den Markt bestimmt!

 

Es ist immer wieder erstaunlich, mit anzusehen, wie von politischer Seite der vom Bürger angeforderte Bedarf ignoriert wird.

Es ist unumgänglich eine von Kostenträgern und Leistungserbringern unabhängige Beratung im Bereich des Gesundheitswesens anzubieten.

Nur durch diese Unabhängigkeit ist es möglich die für den Verbraucher bzw. Hilfesuchenden optimale Versorgung zu gewährleisten.

Es bedarf einer einfachen Logik um zu verstehen, dass Kostenträger eben nur die Senkung ihrer Kosten im Fokus haben, sowie Leistungserbringer selbstverständlich ihren eigenen Profit sehen.

Wo bleibt da die unabhängige Aufklärung über die besten Versorgungsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich?

Wer macht sich zum Sprecher bei Problemen betreffend der Leistungserbringung?

 

Seit nunmehr fast zehn Jahren berät die Unabhängige Patientenberatungsstelle Aachen in der Euregio und bundesweit zu allen gesundheitlichen Fragen.

 

Und dies werden wir auch zukünftig weiter gewährleisten!

Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Aus diesem Grund sind wir von politischen Entscheidungen unabhängig und wir können unsere Arbeit auch zukünftig fortsetzen.

 

Wir bedauern das "Aus" der UPD Beratungsstellen sehr, so bot die UPD bis heute ein fachlich hochqualifiziertes Beratungsangebot, welches jedem zugänglich war an.

E. Hanstein  Patientenberatungsstelle Aachen

B.Sc., Dipl. Sozioth.

Efqm Assessorin

Tüv Cert Auditorin

 

Informationen Stand 15.07.2015:

Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) – Entsetzen im wissenschaftlichen Beirat über Vergabeentscheidung

(10.07.2015) Anlässlich der Entscheidung von GKV-Spitzenverband und dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, zur Vergabe der Patientenberatung an die Sanvartis GmbH erklären die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats Prof. Marie-Luise Dierks, Prof. Rolf Rosenbrock, Prof. Dr. Ullrich Bauer und Prof. Dr. Raimund Geene:

„Wir sind als Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats entsetzt über die uns völlig unverständliche Entscheidung, die erfolgreiche Arbeit der UPD  zu beenden. Die Vergabe an die Sanvartis GmbH entspricht in keiner Weise den Vergabekriterien für eine Unabhängigkeit und Neutralität in der Patientenberatung. Substanzielle Kritikpunkte, die im Beirat vorgetragen wurden und zwingend den Ausschluss dieses Bewerbers zur Folge hätten haben müssen, wurden offenbar ignoriert.

Wir äußern unser Verständnis für die Kritik des Ärztekammerpräsidenten Montgomery, nach dem die Kassen versuchen, „sich  die Beratungsstelle unter den Nagel zu reißen“. Schon seit Jahren kritisieren wir im Beirat Versuche der Vereinnahmung der Patientenberatung durch die GKV. Weil auch der Bundestag diese Problematik gesehen hat, wurde per Gesetzesänderung entschieden, dass der Vorsitz des Beirats mit erweiterten Befugnissen nunmehr auf den Patientenbeauftragten der Bundesregierung übergehe, mit dem die Vergabe der Patientenberatung abzustimmen sei.

Unsere besondere Enttäuschung gilt nun dem Patientenbeauftragten, Staatssekretär Karl-Josef Laumann. Statt als Vorsitzender des Beirats die Erfolge im Aufbau der unabhängigen und neutralen Patientenberatung zu sichern, polemisiert er seit einigen Monaten gegen die UPD mit dem nunmehr offensichtlich gewordenen Ziel der Umwandlung der unabhängigen und neutralen Patientenberatung in ein kassennahes Call-Center.“

Kontakt:
Prof. Dr. Raimund Geene

 

 

 

Pressemitteilung von Sozialverband VdK Deutschland e.V., Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. und Verbund unabhängige Patientenberatung e.V.

 

(Gesellschafter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland – UPD gGmbH)

 

10.07.2015

 

Unabhängige Patientenberatung vor dem Aus

 

Der bisherige Verbund der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland soll nicht über das Jahresende 2015 hinaus finanziert werden. 21 Beratungsstellen stehen damit vor dem Aus. GKV-Spitzenverband und der Patientenbeauftragte der Bundesregierung beabsichtigen gegen den Protest aus dem wissenschaftlichen Beirat zur UPD, zahlreicher Politiker und weiterer gesellschaftlicher Kreise die unabhängige Patientenberatung an die Sanvartis GmbH zu vergeben. Die Gesellschafter der UPD gGmbH befürchten, dass die hohe Qualität und die unabhängige Unterstützung für ratsuchende Patientinnen und Patienten auf der Strecke bleiben.

 

„Dass die bestehende Unabhängige Patientenberatung Deutschland aufgelöst wird, ist nicht nachvollziehbar. Die Beratung in gemeinsamer Trägerschaft von Sozialverband VdK, Verbraucherzentrale Bundesverband und Verbund unabhängige Patientenberatung hat sich als eine bewährte und gut funktionierende Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten bewiesen“, so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.

 

„Einen negativen Beigeschmack hat diese Entscheidung auch vor dem Hintergrund, dass künftig ein privatwirtschaftliches gewinnorientiertes Unternehmen und bisheriger Dienstleister für verschiedene Krankenkassen Patientenberatung anbieten darf. Das Wort unabhängig ist nicht mehr angebracht“, so Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands.

 

Erfahrene Beraterinnen und Berater verlieren nun ihren Job. Neues Personal muss vom neuen Träger aufgebaut werden. „Dies geht auf Kosten der Beratungsqualität“, sagt Günter Hölling, Vorstand des Verbunds unabhängige Patientenberatung. Die Ratsuchenden und die wissenschaftliche Begleitung der bisherigen Patientenberatung seien sehr zufrieden mit der hohen Qualität der Beratung und Empathie der Berater.

 

Seit Jahren fordern Politik und Patientenorganisationen eine Stärkung der Patienten im Gesundheitswesen. Patienten sollen auf Augenhöhe mit ihren Ärzten kommunizieren, ihre Rechte kennen und gegebenenfalls auch durchsetzen können. Wenn dies weiter gelten soll, muss die unabhängige Patientenberatung aus Sicht der Ratsuchenden vertrauenswürdig sein: Unabhängige Patientenberatung sollte in die Hände von anerkannten unabhängigen Patientenberatungsorganisationen gehören.

 

Kontakt:

 

VdK: Cornelia Jurrmann: 030 9210580-400 vzbv: Mirjam Stegherr: 030 25800-525 VuP: Günter Hölling, 0521/133562

 

 

 

 

Patientenrechte werden verscherbelt!  

 

ParitätischerNRW sieht sozialpolitischen Skandal bei der Patientenberatung  

 Wuppertal, 17.Juli2015. Künftig soll die Patientenberatung nicht mehr durch unabhängige Beratungsstellen, sondern durch ein Callcenter der den Krankenkassen nahestehenden Firma Sanvartis durchgeführt werden.Der Paritätische NRW verurteilt diese Entscheidung auf das  

 Schärfste: „Das ist ein sozialpolitischer Skandal erster Güte! Damit wirddie Neutralitätder Beratungfaktisch abgeschafft, die Rechte der Patientinnen und Patienten werden verscherbelt“, sagt Andrea Büngeler, stellvertretende LandesgeschäftsführerindesParitätischen NRW. Der Wohlfahrtsverband fordert die Verantwortlichen, den GKV-Spitzenverbandund den Patientenbeauftragten der Bundesregierung Karl-Josef Laumannauf, die Entscheidung zurückzunehmen.  

Seit 2006 stelltdie Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) dieBeratung von Patientinnen und Patienten sicher. Die UPD ist ein gemeinnütziger Trägerzusammenschluss von VdK, Verbraucherzentrale und dem Verbund unabhängiger Patientenberatung.In bundesweit 21 Beratungsstellen werdenjährlich rund 80.000 kostenfreie und unabhängige Beratungen durchgeführt, dabei wird die hohe Qualität der UPD-Beratung aufwendig gesichert und ist immer wieder mit Bestnoten ausgezeichnetworden.„Die Beratung hat hier ausschließlich die kompetente Unterstützung der Ratsuchenden Patientinnen und Patienten im Blick. Beim Großteil der Anfragen geht es um Beschwerden über Krankenkassen und deren Leistungsverweigerung. Das war dem GKV-Spitzenverband schon lange ein Dorn im Auge“, erklärt Andrea Büngelerweiter.  

 Ab 2016 soll nun die Sanvartis GmbHmit Sitz in Duisburgdie Patientenberatung über ein Callcenter organisieren. Die Firmasoll den Zuschlag für sieben Jahre bei der entsprechenden Ausschreibung durch den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV )erhalten und arbeitete auch an anderen Stellen bereits im Auftrag der Krankenkassen. Künftig soll es jährlich 9Mio. statt wie bislang 5,2Mio.Euro für die Patientenberatung geben, finanziert aus Beiträgen der Gesetzlichen Krankenversicherung.   

 Mit der Beauftragung eines gewinnorientierten, noch dazu Kassen nahen Unternehmens ist die bislang gewährleistete Unabhängigkeit der Beratung gefährdet. Bewährte Strukturen zum Schutz der Patienteninteressen werden zerstört, ein wichtiger Problemanzeiger für Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem wird mundtot gemacht....


  

 

Paritätischer Wohlfahrtsverband NRW  Tel.: (0202) 2822-388, Fax: -110Loher Straße 7, 42283 WuppertalMobil: (0172) 3015115 www.paritaet-nrw.org   E-Mail: presse@paritaet-nrw.org  

 

 

 

  

 

  

 

  

 

  

 

 

 

 

 

 

 

Wir geben alles, um eine wirklich qualifizierter Ansprechpartner für unsere Klienten, unsere Mitarbeiter und unsere Partner zu sein. Unsere Angebote zeichnen sich durch hohe Qualität und große Vielfalt aus, wobei der Service-Gedanke stets im Vordergrund steht.

      

Ich kann Sie nur jedem weiterempfehlen!

Sie sind ausgesprochen professionell und sehr freundlich, das war tolle Arbeit! Weiter so, geben Sie auch weiterhin Ihr Bestes! 

— Mark Schmidt, Geschäftsführer von Smart Technology